Was bedeutet Logistik?
Verkehrsanbindung
Die Verkehrsanbindung beschreibt die Anbindung eines Logistikstandorts an das Verkehrsnetz, einschließlich Straßen, Schienen, Wasserwege oder Luftverkehr. Sie bestimmt die Erreichbarkeit des Standorts für Transportmittel und beeinflusst die Organisation von Warenflüssen zwischen Produktionsstätten, Lagern und Kunden.
Absatzbezogene Standortfaktoren sind Kriterien bei der Standortwahl eines Unternehmens, die sich auf den Vertrieb von Produkten oder Dienstleistungen auswirken. Sie betreffen vor allem die Nähe zum Kunden, die Erreichbarkeit des Marktes sowie die Wettbewerbssituation vor Ort.
Typische absatzbezogene Standortfaktoren sind:
- Kundennähe: Wie schnell und einfach sind Zielkunden erreichbar?
- Verkehrsanbindung: Gibt es gute Straßen, Schienen- oder Luftwege für den Vertrieb?
- Infrastruktur: Gibt es geeignete Lager-, Vertriebs- oder Logistikzentren in der Nähe?
- Marktpotenzial: Wie groß ist die Nachfrage im Einzugsgebiet?
- Wettbewerbsdichte: Wie viele Konkurrenten sind bereits in der Region aktiv?
- Image des Standorts: Wie wird der Standort von Kunden wahrgenommen?
Ein B-Standort bezeichnet in der Logistik einen Standort mit mittlerer Bedeutung hinsichtlich Lage, Infrastruktur und Marktpotenzial. Er befindet sich häufig in mittelgroßen Städten oder Regionen mit guter Verkehrsanbindung, ohne die zentrale Bedeutung eines A-Standorts. B-Standorte verbinden geringere Kosten mit einem stabilen Nachfragepotenzial und werden für regionale wie nationale Logistikstrukturen genutzt.
Beschaffungsbezogene Standortfaktoren beeinflussen die Wahl eines Standorts vor allem durch die Nähe zu Lieferanten und Rohstoffquellen, die Verkehrsanbindung für den Wareneingang sowie die Verfügbarkeit von Material und Ressourcen. Sie sind entscheidend, um Transportkosten zu minimieren, Lieferzeiten zu verkürzen und eine zuverlässige Versorgung sicherzustellen.
Harte Standortfaktoren sind messbare, objektive Kriterien, die die Eignung eines Standorts für gewerbliche, industrielle oder logistische Nutzung bestimmen, z. B. Verkehrsanbindung, Grundstückspreise oder Flächengröße. Sie unterscheiden sich von weichen Standortfaktoren, die qualitative Merkmale wie Image, Arbeitsmarkt oder Lebensqualität betreffen. In der Logistik- und Immobilienentwicklung dienen harte Faktoren der quantitativen Standortbewertung, weiche Faktoren ergänzen die strategische Standortentscheidung.
Ein Industriepark bezeichnet eine räumlich zusammenhängende Fläche, auf der mehrere Industrieunternehmen angesiedelt sind. Typisch ist die zentrale Bereitstellung von Infrastruktur wie Energie- und Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung, Verkehrsanbindung sowie häufig auch Sicherheits- und Umweltschutzdiensten. Industrieparks sind überwiegend auf Branchen mit hohem Flächen- und Energiebedarf ausgelegt, etwa Chemie, Metall oder Schwerindustrie. Industrieparks sind in der Regel auf Industriegebieten angesiedelt, die planungsrechtlich ausgewiesen sind. Während das Industriegebiet die rechtliche Grundlage bildet, beschreibt der Industriepark die konkrete organisierte Nutzung mit gemeinsamer Infrastruktur und oft einem zentralen Betreiber- oder Managementmodell.
Light Industrial bezeichnet leichte Industrie- und Gewerbenutzungen, die in der Regel geringe Lärm-, Abgas- oder Emissionsbelastungen verursachen und somit auch in der Nähe von Wohn- oder Mischgebieten zulässig sind. Typische Tätigkeiten umfassen Montage, Kleinproduktion, Reparatur, Lagerung und Verpackung, ohne dass großflächige Fertigung oder Schwerindustrie betrieben wird. In der Immobilien- und Logistikpraxis werden Light-Industrial-Immobilien als flexible Hallen- und Büroflächen für kleine bis mittlere Unternehmen genutzt, oft mit guter Verkehrsanbindung und moderaten baulichen Anforderungen.
Eine Standortanalyse ist die systematische Untersuchung und Bewertung eines Standorts hinsichtlich seiner Eignung für logistische oder betriebliche Zwecke. Sie berücksichtigt Faktoren wie Verkehrsanbindung, Nähe zu Lieferanten und Kunden, Infrastruktur, Flächenverfügbarkeit und rechtliche Rahmenbedingungen, um fundierte Entscheidungen über den Aufbau, die Erweiterung oder die Verlagerung von Lager- und Logistikstandorten zu treffen.
Ein Traffic-Impact-Assessment (TIA) ist eine systematische Untersuchung der verkehrlichen Auswirkungen, die durch die Errichtung oder Erweiterung von Bauprojekten, Industrie- oder Logistikstandorten entstehen. Dabei wird analysiert, wie sich zusätzliche Verkehrsströme auf bestehende Straßen, Kreuzungen und die Verkehrsinfrastruktur auswirken. Ziel ist es, Engpässe, Staus oder Sicherheitsrisiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen wie Straßenanpassungen, Zufahrtsregelungen oder Verkehrslenkungen zu planen. Für die Logistik ist das TIA insbesondere bei der Standortplanung relevant, um Genehmigungen zu erhalten, Anwohnerbelastungen zu minimieren und eine leistungsfähige Verkehrsanbindung sicherzustellen.
- Kundennähe: Wie schnell und einfach sind Zielkunden erreichbar?
- Verkehrsanbindung: Gibt es gute Straßen, Schienen- oder Luftwege für den Vertrieb?
- Infrastruktur: Gibt es geeignete Lager-, Vertriebs- oder Logistikzentren in der Nähe?
- Marktpotenzial: Wie groß ist die Nachfrage im Einzugsgebiet?
- Wettbewerbsdichte: Wie viele Konkurrenten sind bereits in der Region aktiv?
- Image des Standorts: Wie wird der Standort von Kunden wahrgenommen?
- UKD (Unterkante Decke / Unterkante Dachträger): Gibt die Höhe bis zur Unterkante der Dachkonstruktion an.
- UKR (Unterkante Rohr / Haustechnik): Relevant, wenn Installationen wie Lüftung, Sprinklerleitungen oder Leitungen die nutzbare Höhe reduzieren.
- Firsthöhe / Gesamthöhe: Höhe bis zum Dachfirst oder zur Gebäudekante, oft für baurechtliche Angaben oder Brandschutz relevant, aber nicht gleich nutzbare Hallenhöhe.
- Die Bruttoanfangsrendite stellt den Jahresrohertrag (in der Regel die Mieteinnahmen) ins Verhältnis zum Kaufpreis der Immobilie.
- Die Nettoanfangsrendite bezieht zusätzlich Betriebskosten, Bewirtschaftungskosten und nicht umlagefähige Aufwendungen ein und gibt damit ein realistischeres Bild der Rentabilität wieder.
- Kurierdienste übernehmen dabei meist besonders kurzfristige und direkte Zustellungen ohne Umladung.
- Expressdienste hingegen garantieren die Lieferung innerhalb eines genau definierten Zeitrahmens garantieren, häufig bereits am nächsten Tag.
- Paketdienste hingegen konzentrieren sich auf die standardisierte Beförderung kleinerer Sendungen in großen Mengen und mit flächendeckendem Zustellnetz.
- Die BGF umfasst alle Flächen einschließlich Konstruktions- und Funktionsflächen.
- Die NGF berücksichtigt nur die tatsächlich nutzbaren Flächen.
- Die gif-Methode (MF-G) differenziert nochmals zwischen nutzbaren, technischen und Verkehrsflächen und gilt in der gewerblichen Praxis als Standard, da sie eine transparente und vergleichbare Berechnung der Mietfläche ermöglicht.
Der Vorteil liegt in der hohen Flexibilität für die Vermieterseite: Die Flächen lassen sich je nach Nachfrage an mehrere Nutzer gleichzeitig vergeben oder vollständig von einem einzigen Mieter belegen.
- WGK 1: schwach wassergefährdend
- WGK 2: deutlich wassergefährdend
- WGK 3: stark wassergefährdend
