Was bedeutet Logistik?
Logistikimmobilie
Logistikimmobilie sind Gebäude oder Einrichtungen, die für Lagerung, Umschlag, Kommissionierung oder Distribution von Waren ausgelegt sind. Dazu zählen Lagerhallen, Distributionszentren, Umschlagsflächen oder Produktionslogistikstandorte. Solche Immobilien sind speziell auf die Anforderungen der Lieferkette abgestimmt, etwa hinsichtlich Tragfähigkeit, Lagertechnik, Zufahrtsmöglichkeiten und Energieversorgung, um einen effizienten Material- und Warenfluss zu ermöglichen.
Altlasten (Boden) sind schädlich veränderte oder kontaminierte Flächen, die durch frühere Industrie-, Gewerbe- oder Ablagerungstätigkeiten entstanden sind. Sie können Umwelt, Gesundheit und Nutzbarkeit eines Grundstücks beeinträchtigen und beeinflussen Standortwahl, Bebaubarkeit sowie Wert von Logistikimmobilien. Im Rahmen der Planung einer Projektentwicklung müssen Altlasten frühzeitig untersucht und gegebenenfalls durch Sanierungsmaßnahmen fachgerecht beseitigt oder gesichert werden.
Ein Batterielager ist eine Logistikimmobilie oder ein Lagerbereich, der speziell für die Aufbewahrung von Batterien oder Akkumulatoren ausgelegt ist. Aufgrund der Brand-, Explosions- und chemischen Gefahren unterliegt es strengen Sicherheitsanforderungen, darunter temperaturkontrollierte Lagerung, Lüftungssysteme, Rauch- und Gasdetektion, feuerfeste Abtrennungen von Hallensegmenten sowie geeignete Löschanlagen. Batterielager dienen der stationären Lagerung, Kommissionierung und Vorbereitung für den Transport und können je nach Auslegung einzelne Hallenbereiche oder die gesamte Immobilie umfassen.
Eine Baubeschreibung ist ein detailliertes Dokument, das die konstruktiven, technischen und materiellen Eigenschaften eines Bauvorhabens verbindlich festlegt. Sie umfasst Angaben zu Bauweise, Ausstattungsstandard, verwendeten Materialien und besonderen technischen Einrichtungen. Im Kontext von Logistikimmobilien dient die Baubeschreibung als Referenz für Bauausführung, Angebotsvergleiche und Vertragsgrundlage zwischen Bauherrn, Planern und Auftragnehmern.
Eine Baugenehmigung ist die behördliche Erlaubnis zur Errichtung, Änderung oder Nutzungsänderung eines Bauwerks. Sie bestätigt, dass ein Bauvorhaben den geltenden bauordnungsrechtlichen, planungsrechtlichen und technischen Vorschriften entspricht. Im Bereich von Logistikimmobilien stellt die Baugenehmigung einen zentralen Schritt dar, um ein Grundstück von der Planungsphase in die rechtssichere Umsetzung eines Bauprojekts zu überführen.
Ein Baugrundgutachten ist ein fachliches Gutachten, das die geologischen, hydrogeologischen und bodenmechanischen Eigenschaften eines Grundstücks untersucht und bewertet. Es liefert wesentliche Informationen über Tragfähigkeit, Setzungsverhalten, Grundwasserverhältnisse und mögliche Bodenrisiken. Im Kontext von Logistikimmobilien dient das Baugrundgutachten als Planungsgrundlage für die Fundamente, Bauweise und Sicherheitsmaßnahmen eines Bauprojekts.
Bauland ist eine Fläche, die rechtlich und tatsächlich für eine bauliche Nutzung vorgesehen und geeignet ist. Grundlage hierfür sind insbesondere Bauleitplanung und Bebauungspläne, die Art und Maß der Nutzung festlegen. Im Kontext von Logistikimmobilien bezeichnet Bauland jene Grundstücke, die nach ihrer Widmung für gewerbliche oder industrielle Bauprojekte genutzt werden können.
Eine Baulast ist eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung eines Grundstückseigentümers gegenüber der Bauaufsichtsbehörde, bestimmte Handlungen auf seinem Grundstück zu dulden, zu unterlassen oder vorzunehmen, um die baurechtliche Zulässigkeit eines Vorhabens sicherzustellen. Sie wird in das Baulastverzeichnis eingetragen und ist damit auch für Rechtsnachfolger verbindlich. Typische Beispiele sind die Sicherung von Zufahrten, Abstandsflächen oder Stellplätzen, die insbesondere bei der Entwicklung und Nutzung von Logistikimmobilien eine zentrale Rolle spielen können.
Baureifes Land bezeichnet Grundstücke, die als Bauland ausgewiesen und bereits erschlossen sind, sodass sie sofort bebaut werden können. Im Unterschied zu einfachem Bauland bildet es die direkte Ausgangsbasis für die Projektentwicklung und markiert den Übergang von der Planung zur Bauphase, etwa bei Logistikimmobilien.
Beleihung bezeichnet die Verwendung eines Grundstücks oder einer Immobilie als Sicherheit für ein Darlehen oder eine Finanzierung. Der Beleihungswert ist dabei der von Gutachtern ermittelte Wert, auf dessen Basis eine Bank oder ein Kreditinstitut die maximale Darlehenssumme festlegt. Im Bereich von Logistikimmobilien spielt der Beleihungswert eine zentrale Rolle bei Finanzierungsentscheidungen, Risikoabschätzungen und Investitionsplanungen.
Betriebskosten sind die regelmäßig anfallenden Kosten für den laufenden Betrieb und die Bewirtschaftung einer Immobilie. Bei Logistikimmobilien stellen typischerweise Energieaufwendungen für Beleuchtung, Heizung, Lüftung, Klimatisierung und Fördertechnik den größten Kostenposten dar, daneben fallen weitere Kosten für Reinigung, Sicherheitsdienste, Wartung technischer Anlagen und Verwaltung an. Ziel der Erfassung und Abrechnung der Betriebskosten ist es, Transparenz über die laufenden Aufwendungen zu schaffen und die Nutzungskosten gerecht auf Mieter oder Betreiber zu verteilen.
Eine Bodenplatte ist eine massive, meist aus Beton gefertigte Fundamentkonstruktion, die die Lasten eines Gebäudes auf den Untergrund überträgt. Sie bildet die tragende Basis einer Immobilie und gewährleistet Stabilität, Ebenheit und Lastverteilung. Bei Logistikimmobilien spielt die Bodenplatte eine zentrale Rolle, da sie hohe Punkt- und Flächenlasten von Regalsystemen, Flurförderzeugen und Lagertechnik aufnehmen muss.
Bodenwert ist der wirtschaftliche Wert eines Grundstücks ohne Berücksichtigung bestehender Gebäude oder baulicher Anlagen. Er bemisst sich insbesondere nach Lage, Größe, Nutzungsart, Erschließung und rechtlichen Rahmenbedingungen. Im Kontext von Logistikimmobilien dient der Bodenwert als zentrale Grundlage für Kaufpreisermittlung, Projektentwicklung und Investitionsentscheidungen.
Brandlast bezeichnet die Menge an Wärmeenergie, die im Brandfall durch brennbare Materialien in einem Gebäude freigesetzt werden kann. Sie wird üblicherweise in Megajoule pro Quadratmeter (MJ/m²) angegeben und ist ein zentraler Parameter für die Brandschutzplanung und Bemessung von Löschsystemen. In Logistikimmobilien ist die Brandlast besonders relevant, da große Hallenflächen mit hohen Lagerbeständen das Risiko und die Intensität eines möglichen Brandes deutlich erhöhen können.
BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Method) ist ein international anerkanntes Bewertungs- und Zertifizierungssystem für die Nachhaltigkeit von Gebäuden. Es bewertet ökologische, ökonomische und soziale Kriterien, darunter Energieeffizienz, Wasserverbrauch, Materialwahl, Innenraumqualität und Umweltmanagement. Für Logistikimmobilien dient BREEAM als Maßstab für nachhaltige Planung, Bau und Betrieb, um den ökologischen Fußabdruck zu minimieren und die Marktattraktivität zu erhöhen.
Bühnenanlagen sind mehrgeschossige Stahlkonstruktionen innerhalb von Hallen, die zusätzliche Lager-, Produktions- oder Kommissionierflächen auf mehreren Ebenen schaffen. Sie werden häufig in Logistikimmobilien eingesetzt, um die vorhandene Hallenhöhe optimal auszunutzen und die Flächeneffizienz zu steigern. Bühnenanlagen sind flexibel erweiterbar, können mit Fördertechnik kombiniert werden und unterliegen besonderen Sicherheits- und Brandschutzanforderungen.
"Built-to-suit" bezeichnet im Logistikimmobilien-Kontext eine Immobilie, die speziell nach den Anforderungen und Bedürfnissen eines einzelnen Mieters oder Nutzers geplant und errichtet wird. Dabei werden Faktoren wie Größe, technische Ausstattung, Andienung, Energieeffizienz oder Automatisierung exakt auf die Prozesse des Mieters abgestimmt. Der Nutzer schließt in der Regel schon vor Baubeginn einen langfristigen Mietvertrag ab, was dem Entwickler Planungssicherheit gibt. So entstehen maßgeschneiderte Logistikflächen, die eine optimale Nutzung und hohe Effizienz gewährleisten.
CO₂-Bilanz bezeichnet die Erfassung und Bewertung der direkten und indirekten Kohlendioxid-Emissionen, die durch die Herstellung, Nutzung oder Entsorgung eines Produkts, einer Immobilie oder eines Unternehmens entstehen. Im Kontext von Logistikimmobilien dient die CO₂-Bilanz als zentrales Instrument zur Erfüllung von ESG-Kriterien, da sie die ökologische Performance, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit eines Standorts oder Projekts messbar macht. Ziel ist es, Emissionen zu reduzieren, Transparenz zu schaffen und die Umweltverträglichkeit in der Lieferkette zu verbessern.
Cold Chain Monitoring bezeichnet die kontinuierliche Überwachung und Dokumentation der Temperatur- und Umgebungsbedingungen entlang der Kühlkette. Ziel ist es, die Unversehrtheit und Qualität temperatursensibler Waren – wie Lebensmittel, Pharmazeutika oder Chemikalien – während Lagerung und Transport sicherzustellen. In Logistikimmobilien erfordert Cold Chain Monitoring den Einsatz von Sensorik, Datenloggern und digitalen Monitoring-Systemen, um Echtzeitkontrolle, Rückverfolgbarkeit und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben zu gewährleisten.
Containerumschlag bezeichnet die Gesamtheit aller Prozesse, bei denen Container zwischen verschiedenen Transportmitteln oder Umschlagpunkten bewegt werden, etwa zwischen Schiff, Bahn und Lkw. Dazu zählen Ent- und Beladung, Zwischenlagerung sowie die Weiterleitung, wodurch der Containerumschlag zu einem zentralen Bestandteil intermodaler Logistikketten wird. Im Kontext von Logistikimmobilien hat er insbesondere in Hafen- und Güterverkehrszentren eine hohe Relevanz für die Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Lieferketten.
Cradle-to-Cradle (C2C, sinngemäß „vom Ursprung zum Ursprung“) ist ein Nachhaltigkeitskonzept, das Produkte, Materialien und Bauweisen so gestaltet, dass sie nach Nutzung wieder vollständig in biologische oder technische Kreisläufe zurückgeführt werden können. Im Kontext von Logistikimmobilien betrifft dies insbesondere Bau- und Ausstattungsmaterialien, die recycelbar oder wiederverwendbar sind, sowie die gestalterische Planung für Langlebigkeit und Rückbaubarkeit. Ziel von C2C ist es, Abfall zu vermeiden, Ressourcen zu schonen und die ökologische Bilanz eines Gebäudes im Sinne von ESG-Kriterien zu verbessern.
Cross-Docking bezeichnet ein Logistikkonzept, bei dem Waren ohne langfristige Einlagerung direkt vom Wareneingang in den Warenausgang umgeschlagen werden. Dabei werden Produkte nach Anlieferung meist kommissioniert, konsolidiert oder umverteilt, bevor sie unmittelbar an den nächsten Transportstrom übergeben werden. In Logistikimmobilien erfordert Cross-Docking eine hohe Anzahl an Be- und Entladetoren sowie eine darauf abgestimmte Flächenaufteilung, um kurze Durchlaufzeiten und eine effiziente Verteilung innerhalb der Lieferkette zu gewährleisten.
Die Deckenlast bezeichnet die maximal zulässige Belastung einer Geschossdecke, die aus dem Eigengewicht der Konstruktion sowie den zusätzlich möglichen Nutzlasten (z. B. Maschinen, Lagergut, Regale) resultiert. Sie wird in Kilonewton pro Quadratmeter (kN/m²) angegeben und ist ein wesentlicher Parameter für die Nutzungssicherheit und Planung von Immobilien. In Logistikimmobilien spielt die Deckenlast vor allem bei mehrgeschossigen Lager- oder Kommissioniergebäuden eine zentrale Rolle, da sie vorgibt, welche Lagerarten oder technischen Anlagen installiert werden können.
Das DGNB-Zertifikat ist ein Nachhaltigkeitszertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), das Immobilien nach ökologischen, ökonomischen, soziokulturellen und technischen Kriterien bewertet. Es vergibt Qualitätsstufen in Bronze, Silber, Gold und Platin und dient als Nachweis für die ganzheitliche Nachhaltigkeitsqualität eines Gebäudes. Im Bereich der Logistikimmobilien gewinnt das DGNB-Zertifikat an Bedeutung, da Investoren und Nutzer zunehmend Wert auf ESG-Konformität und zukunftsfähige Baukonzepte legen.
Digital Twin (dt. „Digitaler Zwilling“) ist ein virtuelles Abbild eines realen Objekts, Prozesses oder Systems, das dessen Eigenschaften, Zustand und Verhalten in Echtzeit oder nahezu Echtzeit widerspiegelt. Im Kontext von Logistikimmobilien ermöglicht ein Digital Twin die Simulation, Analyse und Optimierung von Lagerprozessen, Flächenbelegung, Energieverbrauch und Gebäudebetrieb. Ziel ist es, Effizienzsteigerungen, Kostenreduktionen und fundierte Entscheidungen im Betrieb und in der Planung zu ermöglichen.
Ein Dock Leveler ist eine mechanische Vorrichtung an Be- und Entladetoren von Logistikimmobilien, die Höhenunterschiede zwischen Lagerboden und Fahrzeugladefläche ausgleicht. Er ermöglicht eine stufenlose und sichere Andienung von Lkw oder Containern, sodass Waren effizient be- und entladen werden können. Dock Leveler sind zentrale Bestandteile moderner Umschlagshallen, da sie Arbeitsprozesse beschleunigen, Unfallrisiken reduzieren und die Flexibilität im Warentransport erhöhen.
Die Double-Net-Miete (NN-Miete) ist eine Mietvertragsform, bei der der Mieter neben der Grundmiete auch bestimmte betriebskostenähnliche Nebenkosten trägt, typischerweise Versicherungen und Grundsteuern. Andere Kosten, wie z. B. für Instandhaltung oder Verwaltung, verbleiben hingegen beim Vermieter. Im Kontext von Logistikimmobilien wird diese Mietstruktur vor allem bei internationalen Verträgen genutzt und dient der klaren Risikoverteilung zwischen Eigentümer und Nutzer.
Die Drittverwendungsfähigkeit oder Drittverwendbarkeit bezeichnet im Immobilienkontext die Fähigkeit eines Objekts, von einem anderen Nutzer ohne größere Umbauten genutzt zu werden. Sie ist ein Maß für Flexibilität, Investitionssicherheit und Vermietbarkeit. Bei Lager- und Logistikimmobilien hängt die Drittverwendungsfähigkeit von Hallenhöhe, Bodenbelastbarkeit, Toranzahl und Flächenaufteilung ab und bestimmt, ob die Immobilie auch nach Mieterwechsel oder geänderten Logistikprozessen nutzbar bleibt.
Due-Diligence bezeichnet die gründliche Prüfung und Bewertung einer Immobilie, eines Unternehmens oder eines Projekts vor einer Transaktion, um wirtschaftliche, rechtliche, technische und steuerliche Risiken zu identifizieren. Im Bereich Logistikimmobilien umfasst dies u. a. Baupläne, Mietverträge, technische Gutachten, Betriebskosten und ESG-relevante Faktoren. Ziel ist es, Investoren oder Käufern eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Kauf, Verkauf oder Finanzierung zu bieten.
Die Durchfahrhöhe bezeichnet die lichte Höhe einer Einfahrt oder eines Tors, also den tatsächlich nutzbaren vertikalen Raum, der Fahrzeugen oder Geräten zur Durchfahrt zur Verfügung steht. Sie ist ein maßgebliches Kriterium für die Andienung von Logistikimmobilien, da sie die Nutzbarkeit für unterschiedliche Fahrzeugtypen, insbesondere Lkw, bestimmt. Eine ausreichende Durchfahrhöhe gewährleistet einen reibungslosen Warenumschlag und beeinflusst damit direkt die Funktionalität des Objekts.
Ein ebenerdiges Tor ist ein Be- oder Entladetor einer Logistikimmobilie, das auf Bodenhöhe liegt, sodass Lkw oder andere Fahrzeuge ohne Rampen oder Dock-Leveler direkt anliefern können. Es ermöglicht eine flexible Andienung, insbesondere für Fahrzeuge, die keine standardisierte Ladehöhe haben, oder bei kleineren Logistikobjekten. Ebenerdige Tore sind besonders in Distributions- und Umschlagshallen verbreitet, in denen schneller Warenumschlag erforderlich ist.
Die Energieeffizienzklasse ist ein standardisiertes Bewertungssystem, das den Energieverbrauch bzw. die Energieeffizienz von Gebäuden, Anlagen oder Geräten einordnet. Sie wird häufig in Buchstaben (A bis G) oder farblich codiert dargestellt, wobei A die höchste Effizienz bedeutet. Im Kontext von Logistikimmobilien dient die Energieeffizienzklasse dazu, den Energiebedarf, Betriebskosten und die Umweltverträglichkeit eines Objekts transparent zu machen und ist ein wichtiger Faktor für ESG-Konformität und Vermietbarkeit.
Entladezone bezeichnet den baulich oder organisatorisch festgelegten Bereich einer Logistikimmobilie, in dem Güter aus Fahrzeugen entladen werden. Sie umfasst in der Regel Andockstellen, ebenerdige Tore oder Rampenbereiche und ist auf einen reibungslosen Warenfluss sowie kurze Umschlagszeiten ausgelegt. In der Logistikplanung spielt die Gestaltung der Entladezone eine zentrale Rolle, da sie Sicherheitsanforderungen, Flächenbedarf und Effizienz der Andienung maßgeblich bestimmt.
Das Erbbaurecht ist das dingliche Recht, auf oder unter einem Grundstück, das nicht im Eigentum des Erbbaurechtsnehmers steht, ein Bauwerk zu errichten und zu nutzen. Es wird typischerweise für 30 bis 99 Jahre eingeräumt und erfolgt gegen Zahlung eines Erbbauzinses. Ein Verlängerungsrecht kann vereinbart werden. Läuft der Zeitraum ohne Verlängerung aus, geht das Eigentum an den errichteten Gebäuden in der Regel auf den Grundstückseigentümer über, wodurch der Investor sein Nutzungsrecht verliert. Im Bereich Logistikimmobilien ermöglicht das Erbbaurecht Investoren oder Projektentwicklern die wirtschaftliche Nutzung von Hallen, Lager- oder Umschlagsflächen, während der Grundstückseigentümer laufende Erträge erzielt. Typische Erbbaurecht-Geber sind Kommunen, kirchliche oder gemeinnützige Institutionen sowie private Grundstückseigentümer, wobei insbesondere Kommunen Flächen strategisch für Industrie- und Gewerbeentwicklungen bereitstellen.
Erschließungskosten sind die Aufwendungen, die notwendig sind, um die Baureife eines Grundstücks herzustellen. Bei Logistikimmobilien betreffen sie neben Straßen, Strom-, Wasser- und Telekommunikationsanschlüssen insbesondere auch Zufahrten für Lkw, Rangierflächen, Tore und Andienungsinfrastruktur sowie gegebenenfalls Anbindungen an Bahn oder Hafen. Die Höhe der Erschließungskosten hängt dabei direkt vom Ausgangszustand der Baureife ab: Bereits baureifes Land verursacht nur geringe Zusatzkosten, während nicht baureifes Land umfangreiche Maßnahmen erfordert, um die erforderlichen Voraussetzungen für eine Bebauung zu schaffen.
Erweiterungsfähigkeit bezeichnet das potenzielle Gestaltungspotenzial einer Immobilie oder eines Grundstücks, um nachträglich baulich oder funktional vergrößert bzw. angepasst zu werden, ohne dass die bestehende Nutzung stark beeinträchtigt wird. Bei Logistikimmobilien umfasst dies insbesondere die Möglichkeit, Hallenflächen, Andienungskapazitäten, Lager- und Umschlagsbereiche oder Büroeinheiten zu erweitern, um geänderten Anforderungen des Mieters oder steigenden Warenströmen gerecht zu werden. Ein hohes Erweiterungspotenzial erhöht die Flexibilität, Nutzungsdauer und wirtschaftliche Attraktivität eines Objekts.
ESFR-Sprinkler (Early Suppression Fast Response) sind automatische Sprinklersysteme, die speziell für Lager- und Logistikimmobilien mit hohen Regalanlagen und großen Brandlasten entwickelt wurden. Im Unterschied zu herkömmlichen Systemen zielen sie nicht nur auf die Kontrolle, sondern auf die frühe und vollständige Unterdrückung eines Feuers ab. Sie werden meist an der Hallendecke installiert und sind so leistungsfähig, dass zusätzliche Regalsprinkler in vielen Fällen nicht erforderlich sind, was Bau- und Betriebskosten reduziert.
ESG steht für Environmental, Social und Governance und beschreibt ein Kriterienmodell zur Bewertung der Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und Immobilien. Im Immobiliensektor – insbesondere bei Logistikimmobilien – umfasst ESG ökologische Aspekte wie Energieeffizienz, soziale Faktoren wie Arbeitsbedingungen und Fragen der Unternehmensführung. Objekte, die nicht ESG-konform sind und sich nur schwer oder gar nicht anpassen lassen, laufen Gefahr, „Stranded Assets“ zu werden, da ESG-Konformität zunehmend zu einer zwingenden Voraussetzung für institutionelle Investoren und Fonds wird und solche Objekte dadurch auf dem Markt schwer oder gar nicht verkäuflich sind.
Ein Exposé ist ein schriftliches Dokument, das zentrale Informationen über eine Immobilie zusammenfasst und potenziellen Käufern, Mietern oder Investoren als Entscheidungsgrundlage dient. Es enthält in der Regel Angaben zu Lage, Größe, Nutzungsmöglichkeiten, technischer Ausstattung, Miet- oder Kaufpreisen sowie rechtlichen Rahmenbedingungen. Im Bereich der Logistikimmobilien umfasst ein Exposé häufig zusätzlich spezifische Daten wie Andienungssituation, Hallenhöhen, Bodenbelastbarkeit, Energieeffizienz oder vorhandene Genehmigungen.
FIFO (First In, First Out) ist ein Lager- und Bestandsverwaltungskonzept, bei dem die zuerst eingelagerten Waren auch zuerst entnommen werden. Dieses Verfahren stellt sicher, dass die Reihenfolge der Einlagerung strikt eingehalten wird, unabhängig von Haltbarkeits- oder Ablaufdaten. FIFO wird häufig in Standardlagern, Hochregallagern oder Logistikimmobilien ohne kritische Verderblichkeit eingesetzt, um die kontinuierliche Warenrotation und Bestandskontrolle zu gewährleisten.
Eine Fire-Load-Calculation (Brandlastberechnung) ist eine technische Methode zur Ermittlung der potenziellen Brandlast in einem Gebäude oder Lagerbereich. Sie berücksichtigt die Menge, Art und Brennbarkeit der gelagerten Materialien sowie bauliche Gegebenheiten, um die Brandgefahr und erforderliche Brandschutzmaßnahmen zu bewerten. In Logistikimmobilien dient die Brandlastberechnung insbesondere zur Planung von Sprinkleranlagen, Feuerwiderstandsklassen und Evakuierungskonzepten, um die Sicherheit von Personen, Gebäuden und Waren zu gewährleisten.
Flächenbebaubarkeit bezeichnet den rechtlich und technisch zulässigen Anteil eines Grundstücks, der überbaut werden darf. Sie ergibt sich aus Bauordnung, Bebauungsplan, GRZ (Grundflächenzahl), Gebäudehöhen, Abstandsflächen und spezifischen Grundstücksbedingungen wie Topographie oder Erschließung. Im Bereich Logistikimmobilien bestimmt die Flächenbebaubarkeit maßgeblich Hallenfläche, Andienungsflächen, Gebäudehöhe und Lagerkapazität.
Der Flächenumschlag bezeichnet die Häufigkeit, mit der gelagerte Waren innerhalb einer definierten Fläche über einen bestimmten Zeitraum ein- und ausgelagert werden. Er dient als Kennzahl zur Effizienzbewertung von Lagerflächen und zeigt, wie intensiv eine Logistikimmobilie genutzt wird. In Logistik- und Fulfillment-Standorten hilft der Flächenumschlag, Kapazitäten zu planen, Lagerlayouts zu optimieren und Kosten pro Quadratmeter zu steuern.
Flüssiggut bezeichnet alle transportierbaren Güter in flüssiger Form, die besondere Anforderungen an Lagerung, Transport und Umschlag stellen. Dazu zählen beispielsweise Chemikalien, Lebensmittel, Treibstoffe oder andere Flüssigkeiten, die in Tankcontainern, Fässern oder Spezialbehältern gelagert und bewegt werden. In Logistikimmobilien erfordert der Umgang mit Flüssiggütern oft spezielle Sicherheits-, Brandschutz- und Umweltmaßnahmen, um Risiken wie Auslaufen, Kontamination oder Brandgefahr zu minimieren.
Freilager (Außenlager) sind Außenlagerbereiche, die für die Aufbewahrung von Waren, Materialien oder Gütern ohne Überdachung genutzt werden. Typische gelagerte Güter sind Baustoffe, Container, Palettenware oder Schüttgüter, die witterungsbeständig oder entsprechend geschützt sind. In Logistikimmobilien dienen Freilagerflächen häufig der kosteneffizienten Lagerung von Volumengütern, Zwischenlagerung oder Umschlagstätigkeiten.
Frischelogistik bezeichnet die Organisation, Lagerung und den Transport temperaturempfindlicher Güter, um deren Qualität und Haltbarkeit zu sichern. Typische Produkte sind Lebensmittel, Pharmazeutika oder auch Blumen, die gekühlt oder gefroren gelagert und transportiert werden müssen. In Logistikimmobilien erfordert Frischelogistik spezielle Kühl- und Gefrierlager, Temperaturüberwachung, Schnellumschlag und kontrollierte Transportketten, um die Einhaltung der Produktanforderungen sicherzustellen.
Fulfillment bezeichnet den Prozess der vollständigen Auftragsabwicklung vom Eingang einer Bestellung bis zur Lieferung an den Kunden. Dazu gehören u. a. Lagerhaltung, Kommissionierung, Verpackung, Versand und Retourenmanagement. Im Bereich E-Commerce und Logistikimmobilien ist Fulfillment ein zentraler Bestandteil der Supply Chain, da es die termingerechte und effiziente Erfüllung von Kundenaufträgen sicherstellt.
Fulfillment-Center sind Logistikimmobilien oder Lagerhallen, die speziell für die vollständige Auftragsabwicklung (Fulfillment) von Kundenbestellungen ausgelegt sind. Sie bündeln Prozesse wie Wareneingang, Lagerung, Kommissionierung, Verpackung, Versand und Retourenmanagement. Fulfillment-Center sind zentrale Bestandteile der E-Commerce- und Handelslogistik, da sie eine schnelle, effiziente und fehlerfreie Erfüllung von Kundenaufträgen ermöglichen.
Gewerbepark bezeichnet eine räumlich zusammenhängende Fläche, auf der mehrere Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen angesiedelt sind. Charakteristisch ist die zentrale Bereitstellung von Infrastruktur wie Verkehrserschließung, Energieversorgung, Entsorgungs- und Telekommunikationsanlagen, die von den Betrieben gemeinsam genutzt werden. Für die Logistik sind Gewerbeparks von Bedeutung, da sie häufig in verkehrsgünstiger Lage entwickelt werden und damit Lager-, Umschlags- und Distributionsaktivitäten begünstigen. Neben Produktions- und Dienstleistungsunternehmen finden sich dort häufig auch Logistikimmobilien und Speditionen. Planungsrechtlich liegen Gewerbeparks in der Regel innerhalb von Gewerbegebieten, die im Bebauungsplan entsprechend ausgewiesen sind.
Der Gewerbesteuer-Hebesatz ist der kommunale Multiplikator, mit dem die Gewerbesteuer für Unternehmen berechnet wird. Er wird auf die einheitliche Gewerbesteuermesszahl angewendet und variiert je nach Gemeinde, wodurch die Höhe der zu zahlenden Gewerbesteuer bestimmt wird. In der Immobilien- und Standortbewertung, insbesondere für Gewerbe- und Logistikimmobilien, beeinflusst der Hebesatz die Betriebskosten, Wirtschaftlichkeit und Investitionsentscheidungen.
GVZ (Güterverkehrszentrum) ist ein logistischer Standort, der den kombinierten Verkehr (multimodale Verknüpfung) von Straße, Schiene und teilweise Wasserstraße bündelt. Es dient als Zentrum für Umschlag, Lagerung, Konsolidierung und Distribution von Waren und ermöglicht durch die Multimodalität effiziente Transportketten. In der Logistikimmobilienplanung beeinflusst ein GVZ die Standortwahl, Hallenkapazität und Infrastruktur, um schnelle Warenströme, Kosteneffizienz und flexible Transportoptionen zu gewährleisten.
Hallenhöhe (UKB: Unterkante Binder) bezeichnet in der Logistik- und Industrieimmobilienplanung die vertikale Ausdehnung einer Halle vom Boden bis zur Unterkante der Hallenbinder. Sie gibt die lichte Höhe an, also den nutzbaren Innenraum, der für Regalsysteme, Flurförderfahrzeuge, Lagerung und Maschineneinsatz zur Verfügung steht. Die Hallenhöhe beeinflusst entscheidend Lagerkapazität, Regalplanung, Umschlagmöglichkeiten und Gebäudeklasse einer Logistikimmobilie.
Weitere gebräuchliche Bezugspunkte sind:
- UKD (Unterkante Decke / Unterkante Dachträger): Gibt die Höhe bis zur Unterkante der Dachkonstruktion an.
- UKR (Unterkante Rohr / Haustechnik): Relevant, wenn Installationen wie Lüftung, Sprinklerleitungen oder Leitungen die nutzbare Höhe reduzieren.
- Firsthöhe / Gesamthöhe: Höhe bis zum Dachfirst oder zur Gebäudekante, oft für baurechtliche Angaben oder Brandschutz relevant, aber nicht gleich nutzbare Hallenhöhe.
Ein Hochregallager ist ein Lagersystem, das durch besonders hohe Regale vertikal stark ausgenutzt wird, um auf begrenzter Grundfläche maximale Lagerkapazität zu erreichen. Hochregallager können manuell, teil- oder vollautomatisiert betrieben werden: Teilautomatisierung umfasst z. B. fördertechnische Unterstützung und teilautomatische Regalbediengeräte, während Vollautomatisierung den kompletten Warenfluss ohne manuelle Eingriffe ermöglicht, gesteuert durch Lagerverwaltungs- und Steuerungssysteme (WMS/WCS). In der Logistikimmobilienplanung beeinflussen Hochregallager Hallenhöhe, Bodenlast, Flurförderfahrzeugeinsatz und Brandschutzanforderungen entscheidend.
Die Immobilienrendite bezeichnet das prozentuale Verhältnis zwischen den Erträgen einer Immobilie und dem zum Kauf eingesetzten Kapital und dient als zentrale Kennzahl zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit von Immobilieninvestitionen. In der Praxis wird zwischen der Bruttoanfangsrendite und der Nettoanfangsrendite unterschieden:
- Die Bruttoanfangsrendite stellt den Jahresrohertrag (in der Regel die Mieteinnahmen) ins Verhältnis zum Kaufpreis der Immobilie.
- Die Nettoanfangsrendite bezieht zusätzlich Betriebskosten, Bewirtschaftungskosten und nicht umlagefähige Aufwendungen ein und gibt damit ein realistischeres Bild der Rentabilität wieder.
Ein verwandter Begriff ist der Vervielfacher, der das Vielfache der Jahresmiete angibt, das ein Käufer beim Erwerb einer Immobilie zahlt. Er steht damit in einem umgekehrten Verhältnis zur Rendite: Je höher der Vervielfacher, desto niedriger die Rendite. Besonders im Bereich der Logistikimmobilien dienen diese Kennzahlen Investoren und Projektentwicklern zur Vergleichbarkeit von Objekten, Risikoeinschätzung und Ableitung von Markttrends.
Eine innenliegende Rampe ist eine baulich in das Gebäude integrierte Andienungslösung, die es ermöglicht, Lkw innerhalb der Halle an Ladepositionen anzudocken. Im Gegensatz zu außenliegenden Rampen erfolgt die Be- und Entladung wettergeschützt, was insbesondere bei temperaturempfindlichen Waren, hoher Umschlagfrequenz oder Anforderungen an Prozesssicherheit Vorteile bietet. Im Kontext von Logistikimmobilien sind innenliegende Rampen als Merkmal hochwertiger Ausstattung zu betrachten.
Jahreslogistikleistung bezeichnet die Gesamtmenge an Waren oder Gütern, die ein Logistikstandort oder ein Unternehmen innerhalb eines Jahres umschlägt, lagert oder transportiert. Sie wird typischerweise in Mengeneinheiten (z. B. Tonnen, Paletten oder Sendungen) gemessen und dient als Kennzahl zur Effizienz- und Kapazitätsbewertung von Logistikprozessen. In der Logistikimmobilienplanung ist die Jahreslogistikleistung ein wichtiger Indikator für Flächenbedarf, Hallenkapazität, Personaleinsatz und Investitionsentscheidungen.
Just-in-Sequence (JiS) bezeichnet ein logistisches Lieferprinzip, bei dem Bauteile, Komponenten oder Produkte nicht nur termingerecht (Just-in-Time), sondern zusätzlich in der exakt benötigten Reihenfolge für die nachfolgende Produktion oder Montage bereitgestellt werden. Ziel ist die Minimierung von Lagerbeständen, Verkürzung von Durchlaufzeiten und Optimierung der Produktions- oder Montageprozesse. In der Intralogistik und Logistikimmobilienplanung erfordert JiS präzise Steuerung, automatisierte Systeme und eine enge Abstimmung zwischen Lieferanten, Lagerprozessen und Produktionslinien.
Kombinierter Verkehr (KV) bezeichnet den Transport von Gütern unter Nutzung mehrerer Verkehrsträger, wobei mindestens ein Teil der Strecke auf der Schiene, dem Wasserweg oder der Binnenschifffahrt erfolgt und der Straßentransport auf das notwendige Minimum beschränkt wird. Ziel ist die Effizienzsteigerung, Kostenreduktion, Umweltentlastung und Optimierung der Transportketten, indem die jeweiligen Vorteile der Verkehrsträger kombiniert werden. Im Kontext der Logistikimmobilien beeinflusst kombinierter Verkehr die Standortwahl, Anbindung und Ausstattung von Umschlags- und Distributionszentren, insbesondere in der Nähe von Hafen- oder Bahnterminals.
Eine Kranbahn bezeichnet eine bauliche Einrichtung in Industrie- oder Logistikimmobilien, auf der Brücken- oder Hallenkräne verfahren. Sie besteht in der Regel aus parallel verlaufenden Schienen, die an den Hallenwänden oder auf Stützen befestigt sind und das Heben, Bewegen und präzise Positionieren schwerer Lasten innerhalb der Halle ermöglichen. Kranbahnen sind ein wesentliches Ausstattungsmerkmal in Immobilien, in denen schwere Güter oder Maschinen transportiert, montiert oder umgeschlagen werden.
Der Leerstand bezeichnet ungenutzte oder unvermietete Flächen innerhalb einer Logistikimmobilie. Um die Auslastung dieser Flächen messbar zu machen, wird häufig die Leerstandquote herangezogen. Sie gibt den Anteil der leerstehenden Fläche in Prozent der Gesamtfläche an und dient als Kennzahl, um die Nutzungseffizienz von Lager- und Umschlagflächen zu bewerten.
Mezzanine-Fläche bezeichnet eine Zwischengeschossebene innerhalb eines Lagers oder einer Logistikimmobilie, die zusätzliche Lager- oder Büroflächen schafft, ohne die Grundfläche zu vergrößern. Sie nutzt die vorhandene Gebäudehöhe für Regalsysteme, Kommissionierplätze oder Verwaltungsbereiche und trägt so zur Steigerung der Lagerkapazität und der Ausnutzung der gesamten Fläche bei.
Mietzins bezeichnet die vertraglich vereinbarte Zahlung, die ein Mieter an den Vermieter für die Nutzung einer Fläche oder Immobilie leistet. Im Bereich von Logistikimmobilien umfasst der Mietzins in der Regel die Grundmiete und kann je nach Vertragsgestaltung zusätzlich Betriebskosten oder Nebenkosten einschließen.
Eine Multi-Tenant-Facility bezeichnet eine Gewerbe- oder Logistikimmobilie, die von mehreren, voneinander unabhängigen Mietern parallel genutzt werden kann. Solche Objekte werden im spekulativen Neubau häufig in einer standardisierten Bauweise realisiert, die sich von Entwickler zu Entwickler unterscheiden kann, aber gängige Anforderungen wie ESG-Kriterien oder funktionale Vorgaben berücksichtigt.
Der Vorteil liegt in der hohen Flexibilität für die Vermieterseite: Die Flächen lassen sich je nach Nachfrage an mehrere Nutzer gleichzeitig vergeben oder vollständig von einem einzigen Mieter belegen.
Nachhaltigkeitszertifikate sind anerkannte Nachweise, dass eine Immobilie oder ein Unternehmen bestimmte ökologische und soziale Standards erfüllt. Im Bereich der Logistikimmobilien dokumentieren sie energieeffiziente Bauweise, Ressourcenschonung oder klimafreundliche Betriebsabläufe. Gängige Zertifikate sind etwa BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Method), LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) oder DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen).
Objektüberwachung bezeichnet die systematische Überwachung von Lager-, Produktions- oder Logistikimmobilien. Dazu zählen die Kontrolle von Zutritten, technischen Anlagen, Sicherheits- und Alarmsystemen sowie die Überprüfung auf unbefugte Zugriffe oder betriebliche Störungen, um den sicheren und ordnungsgemäßen Betrieb der Immobilie zu gewährleisten.
Photovoltaik bezeichnet die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie mittels Solarzellen. Auf Logistikimmobilien werden diese häufig auf Dächern installiert, um die Eigenstromversorgung von Lager- und Produktionsflächen sicherzustellen, Energiekosten zu senken und nachhaltige Logistikprozesse zu unterstützen.
Pick-by-Light ist ein Kommissioniersystem, bei dem Entnahmefächer oder Lagerplätze mit Leuchtsignalen ausgestattet sind. Sobald ein Auftrag ausgelöst wird, zeigen Lichtanzeigen den Mitarbeitern den genauen Lagerort und die Entnahmemenge an. Dadurch wird der Greifprozess beschleunigt, Fehlerquoten werden reduziert und die Prozesssicherheit in der Kommissionierung erhöht. Pick-by-Light wird häufig in Distributionszentren und Logistikimmobilien mit hohem Umschlagvolumen eingesetzt.
Projektentwicklung bezeichnet den gesamten Prozess der Planung, Konzeption und Realisierung von Immobilienprojekten. Er umfasst die Auswahl und Analyse von Standorten, die Prüfung von Baurecht und Erschließung, die Erstellung wirtschaftlicher Kalkulationen, die Planung der baulichen und technischen Ausgestaltung sowie die Steuerung der Bauausführung bis hin zur Vermarktung oder Nutzung. In der Logistikimmobilienbranche liegt der Fokus dabei auf der Schaffung standortgerechter Flächen für Lagerung, Umschlag oder Produktion, die sowohl funktionale Anforderungen als auch wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen erfüllen.
Real Estate Investment Trust (REIT) ist eine Gesellschaftsform, die es Investoren ermöglicht, Anteile an Immobilienportfolios zu erwerben, ohne die Immobilien direkt zu besitzen. In der Logistik werden REITs häufig für den Erwerb und Betrieb von Lager- und Logistikimmobilien genutzt, wodurch Unternehmen Kapital für Expansion freisetzen und Investoren in den wachsenden Logistikimmobiliensektor investieren können.
Rückbauverpflichtung bezeichnet die rechtliche Verpflichtung, eine bauliche Anlage oder Einrichtung nach Ablauf ihrer Nutzung oder nach Vertragsende zurückzubauen oder in einen ursprünglichen Zustand zu versetzen. In der Logistik betrifft dies beispielsweise Lagerhallen, Logistikimmobilien oder temporäre Anlagen, die nach der Nutzung abgebaut, entfernt oder entsprechend den Vorgaben von Bebauungsplänen und Umweltauflagen instandgesetzt werden müssen.
Schnelllauftor bezeichnet ein industrielles Tor, das sich durch besonders hohe Öffnungs- und Schließgeschwindigkeiten auszeichnet. Es wird in Produktions- und Logistikimmobilien eingesetzt, um Materialflüsse zu beschleunigen, Energieverluste durch Luftaustausch zu minimieren und Betriebsabläufe effizient zu gestalten. Schnelllauftore bestehen häufig aus flexiblen Planen oder Lamellen und können je nach Ausführung vertikal oder horizontal öffnen. Typische Einsatzbereiche sind Lagerhallen mit hoher Umschlagfrequenz, temperaturgeführte Bereiche oder Produktionszonen mit hohen Anforderungen an Prozesssicherheit und Hygiene.
Screening in der Logistik bezeichnet die systematische Untersuchung und Bewertung von Daten, Informationen und Logistikprozessen, um Sicherheit, Compliance oder Prozesseffizienz zu gewährleisten. Typische Prozesse sind Makro- und Mikro-Screening bei der Standortsuche, damit ein geeigneter Standort für eine Logistikimmobilie gefunden wird.
Eine Single-Tenant-Facility ist eine Logistikimmobilie, die ausschließlich von einem einzelnen Nutzer oder Mieter belegt wird. Sie wird in der Regel auf die spezifischen Anforderungen dieses Unternehmens zugeschnitten, etwa hinsichtlich Lagertechnik, Umschlagsflächen oder Büroeinheiten. Dadurch ermöglicht sie eine hohe Flächeneffizienz und Prozessoptimierung, ist jedoch weniger flexibel in der Anschlussnutzung durch andere Mieter.
Ein Immobilien-Sondervermögen ist ein kollektives Anlagevermögen, das von mehreren Investoren in ein Portfolio aus Immobilien investiert wird und rechtlich vom Vermögen der Anleger und der Verwaltungsgesellschaft getrennt geführt wird. Die verbreitetsten Organisationsformen sind offene Immobilienfonds, bei denen Anleger jederzeit Anteile zeichnen oder zurückgeben können, sowie geschlossene Fonds, die ein fixes Anlagevolumen und eine feste Laufzeit aufweisen. Immobilien-Sondervermögen ermöglicht die professionelle Verwaltung, Risikostreuung und Kapitalanlage in Gewerbe-, Wohn- oder Logistikimmobilien, ohne dass die Anleger direkt Eigentümer einzelner Objekte werden.
Spezialisierte Logistikimmobilien sind Lager- oder Logistikgebäude, die speziell für besondere Anforderungen gebaut sind – etwa für temperaturgeführte Waren (Kühlhäuser), Gefahrgutlager, Pharma-Logistik oder automatisierte Hochregallager. Sie bieten besondere technische Ausstattung und Sicherheitsstandards.
Teilbarkeit bezeichnet die Fähigkeit einer Logistikimmobilie oder Lagerfläche, in kleinere, eigenständige Einheiten gegliedert zu werden. Sie ermöglicht eine flexible Anpassung der Flächennutzung an unterschiedliche Kundenanforderungen, Produkttypen oder logistische Prozesse und trägt so zur effizienten Auslastung und Anpassungsfähigkeit des Standorts bei.
Die Tragwerksplanung umfasst die statische und konstruktive Planung von Bauwerken und stellt deren Standsicherheit und Belastbarkeit sicher. Bei der Planung von Logistikimmobilien spielt sie eine zentrale Rolle, da Tragwerke so ausgelegt sein müssen, dass sie hohen Lasten durch Regalanlagen, Fördertechnik oder den Einsatz schwerer Fahrzeuge standhalten.
Die Triple-Net-Miete ist ein gewerblicher Mietvertrag, bei der neben der Grundmiete auch sämtliche Betriebs-, Instandhaltungs- und Versicherungskosten von der Mieterseite getragen werden. Diese Vertragsform wird häufig bei Lager- und Logistikimmobilien angewendet, da sie eine eindeutige Kostenverteilung zwischen Eigentümer- und Mieterseite sicherstellt.
Eine Umschlagsimmobilie ist ein Gebäude oder eine Einrichtung, die für die Annahme, Lagerung und den Weitertransport von Gütern ausgelegt ist. Sie dient als temporäres Zwischenlager, in dem Waren nur kurzfristig verbleiben, bevor sie auf andere Transportmittel umgeschlagen oder weiterverteilt werden. Typischerweise befinden sich solche Logistikimmobilien in der Nähe von Verkehrsknotenpunkten wie Häfen, Bahnhöfen oder Autobahnen, um schnelle Umschlagprozesse zu ermöglichen.
Zustandsüberwachung bezeichnet die systematische Erfassung und Analyse technischer Parameter von Anlagen, Maschinen oder Gebäuden, um deren Funktionsfähigkeit und Abnutzungsgrad kontinuierlich zu überprüfen. Sie erfolgt durch Messung und Auswertung von Größen wie Temperatur, Vibration, Geräuschentwicklung, Feuchtigkeit oder Energieverbrauch. In der Industrie- und Logistikimmobilienbranche dient die Zustandsüberwachung vor allem der Instandhaltung von Gebäudetechnik, Förderanlagen und Maschinen. Ziel ist es, Abweichungen frühzeitig zu erkennen, Ausfälle zu vermeiden und Wartungsmaßnahmen planbar zu gestalten.
- Kundennähe: Wie schnell und einfach sind Zielkunden erreichbar?
- Verkehrsanbindung: Gibt es gute Straßen, Schienen- oder Luftwege für den Vertrieb?
- Infrastruktur: Gibt es geeignete Lager-, Vertriebs- oder Logistikzentren in der Nähe?
- Marktpotenzial: Wie groß ist die Nachfrage im Einzugsgebiet?
- Wettbewerbsdichte: Wie viele Konkurrenten sind bereits in der Region aktiv?
- Image des Standorts: Wie wird der Standort von Kunden wahrgenommen?
- UKD (Unterkante Decke / Unterkante Dachträger): Gibt die Höhe bis zur Unterkante der Dachkonstruktion an.
- UKR (Unterkante Rohr / Haustechnik): Relevant, wenn Installationen wie Lüftung, Sprinklerleitungen oder Leitungen die nutzbare Höhe reduzieren.
- Firsthöhe / Gesamthöhe: Höhe bis zum Dachfirst oder zur Gebäudekante, oft für baurechtliche Angaben oder Brandschutz relevant, aber nicht gleich nutzbare Hallenhöhe.
- Die Bruttoanfangsrendite stellt den Jahresrohertrag (in der Regel die Mieteinnahmen) ins Verhältnis zum Kaufpreis der Immobilie.
- Die Nettoanfangsrendite bezieht zusätzlich Betriebskosten, Bewirtschaftungskosten und nicht umlagefähige Aufwendungen ein und gibt damit ein realistischeres Bild der Rentabilität wieder.
- Kurierdienste übernehmen dabei meist besonders kurzfristige und direkte Zustellungen ohne Umladung.
- Expressdienste hingegen garantieren die Lieferung innerhalb eines genau definierten Zeitrahmens garantieren, häufig bereits am nächsten Tag.
- Paketdienste hingegen konzentrieren sich auf die standardisierte Beförderung kleinerer Sendungen in großen Mengen und mit flächendeckendem Zustellnetz.
- Die BGF umfasst alle Flächen einschließlich Konstruktions- und Funktionsflächen.
- Die NGF berücksichtigt nur die tatsächlich nutzbaren Flächen.
- Die gif-Methode (MF-G) differenziert nochmals zwischen nutzbaren, technischen und Verkehrsflächen und gilt in der gewerblichen Praxis als Standard, da sie eine transparente und vergleichbare Berechnung der Mietfläche ermöglicht.
Der Vorteil liegt in der hohen Flexibilität für die Vermieterseite: Die Flächen lassen sich je nach Nachfrage an mehrere Nutzer gleichzeitig vergeben oder vollständig von einem einzigen Mieter belegen.
- WGK 1: schwach wassergefährdend
- WGK 2: deutlich wassergefährdend
- WGK 3: stark wassergefährdend
