Was bedeutet Logistik?
ESG
ESG steht für Environmental, Social und Governance und beschreibt ein Kriterienmodell zur Bewertung der Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und Immobilien. Im Immobiliensektor – insbesondere bei Logistikimmobilien – umfasst ESG ökologische Aspekte wie Energieeffizienz, soziale Faktoren wie Arbeitsbedingungen und Fragen der Unternehmensführung. Objekte, die nicht ESG-konform sind und sich nur schwer oder gar nicht anpassen lassen, laufen Gefahr, „Stranded Assets“ zu werden, da ESG-Konformität zunehmend zu einer zwingenden Voraussetzung für institutionelle Investoren und Fonds wird und solche Objekte dadurch auf dem Markt schwer oder gar nicht verkäuflich sind.
Eine Bestandsimmobilie ist ein bereits errichtetes Gebäude im aktiven Nutzungszustand. Sie unterscheidet sich von Neubauten durch Alter, Ausstattung und gegebenenfalls Modernisierungsbedarf, bietet aber oft eine etablierte Lage und Infrastruktur. Nachträgliche Investitionen können erforderlich sein, um aktuelle Standards, branchenspezifische Anforderungen oder ESG-Kriterien zu erfüllen, deren Konformität bei Neubauten meist einfacher gegeben ist.
CO₂-Bilanz bezeichnet die Erfassung und Bewertung der direkten und indirekten Kohlendioxid-Emissionen, die durch die Herstellung, Nutzung oder Entsorgung eines Produkts, einer Immobilie oder eines Unternehmens entstehen. Im Kontext von Logistikimmobilien dient die CO₂-Bilanz als zentrales Instrument zur Erfüllung von ESG-Kriterien, da sie die ökologische Performance, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit eines Standorts oder Projekts messbar macht. Ziel ist es, Emissionen zu reduzieren, Transparenz zu schaffen und die Umweltverträglichkeit in der Lieferkette zu verbessern.
Cradle-to-Cradle (C2C, sinngemäß „vom Ursprung zum Ursprung“) ist ein Nachhaltigkeitskonzept, das Produkte, Materialien und Bauweisen so gestaltet, dass sie nach Nutzung wieder vollständig in biologische oder technische Kreisläufe zurückgeführt werden können. Im Kontext von Logistikimmobilien betrifft dies insbesondere Bau- und Ausstattungsmaterialien, die recycelbar oder wiederverwendbar sind, sowie die gestalterische Planung für Langlebigkeit und Rückbaubarkeit. Ziel von C2C ist es, Abfall zu vermeiden, Ressourcen zu schonen und die ökologische Bilanz eines Gebäudes im Sinne von ESG-Kriterien zu verbessern.
Das DGNB-Zertifikat ist ein Nachhaltigkeitszertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), das Immobilien nach ökologischen, ökonomischen, soziokulturellen und technischen Kriterien bewertet. Es vergibt Qualitätsstufen in Bronze, Silber, Gold und Platin und dient als Nachweis für die ganzheitliche Nachhaltigkeitsqualität eines Gebäudes. Im Bereich der Logistikimmobilien gewinnt das DGNB-Zertifikat an Bedeutung, da Investoren und Nutzer zunehmend Wert auf ESG-Konformität und zukunftsfähige Baukonzepte legen.
Due-Diligence bezeichnet die gründliche Prüfung und Bewertung einer Immobilie, eines Unternehmens oder eines Projekts vor einer Transaktion, um wirtschaftliche, rechtliche, technische und steuerliche Risiken zu identifizieren. Im Bereich Logistikimmobilien umfasst dies u. a. Baupläne, Mietverträge, technische Gutachten, Betriebskosten und ESG-relevante Faktoren. Ziel ist es, Investoren oder Käufern eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Kauf, Verkauf oder Finanzierung zu bieten.
Die Energieeffizienzklasse ist ein standardisiertes Bewertungssystem, das den Energieverbrauch bzw. die Energieeffizienz von Gebäuden, Anlagen oder Geräten einordnet. Sie wird häufig in Buchstaben (A bis G) oder farblich codiert dargestellt, wobei A die höchste Effizienz bedeutet. Im Kontext von Logistikimmobilien dient die Energieeffizienzklasse dazu, den Energiebedarf, Betriebskosten und die Umweltverträglichkeit eines Objekts transparent zu machen und ist ein wichtiger Faktor für ESG-Konformität und Vermietbarkeit.
Entsorgungslogistik bezeichnet die Planung, Steuerung und Durchführung von Prozessen zur Sammlung, dem Transport, der Behandlung und Verwertung von Abfällen und Wertstoffen. Sie umfasst sowohl interne Entsorgungswege innerhalb eines Unternehmens als auch externe Abläufe zu Entsorgungs- oder Recyclingdienstleistern. Ziel ist es, rechtliche Vorgaben einzuhalten, Kosten zu optimieren und Ressourcen nachhaltig zu nutzen, wobei die Effizienz der Entsorgungslogistik zunehmend auch Teil von ESG-Bewertungen von Unternehmen und Immobilien wird.
Logistiker bezeichnet eine Person, die beruflich in der Logistik tätig ist und dort Aufgaben in Planung, Organisation, Steuerung oder Überwachung von Waren-, Informations- und Materialflüssen übernimmt. Dies umfasst Tätigkeiten in Lagerhaltung, Transport, Versand, Supply-Chain-Management oder Prozessoptimierung. Logistiker arbeiten sowohl operativ am Tagesgeschäft als auch strategisch bei der Gestaltung effizienter und reibungsloser Logistikprozesse.
Unter Modernisierung im Kontext von Logistikobjekten versteht man bauliche oder technische Maßnahmen, die über reine Instandhaltung hinausgehen und den Nutzwert, die Effizienz oder die Nachhaltigkeit der Immobilie erhöhen. Typische Beispiele sind die Nachrüstung energieeffizienter Heizungs-, Kühl- oder Beleuchtungssysteme, die Anpassung an aktuelle ESG-Standards, die Erhöhung der Tragfähigkeit von Böden, die Erweiterung von Ladezonen oder die Integration digitaler Steuerungs- und Automatisierungstechnik. Ziel ist es, die Immobilie an veränderte Marktanforderungen, gesetzliche Vorgaben oder technologische Entwicklungen anzupassen und ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.
Eine Multi-Tenant-Facility bezeichnet eine Gewerbe- oder Logistikimmobilie, die von mehreren, voneinander unabhängigen Mietern parallel genutzt werden kann. Solche Objekte werden im spekulativen Neubau häufig in einer standardisierten Bauweise realisiert, die sich von Entwickler zu Entwickler unterscheiden kann, aber gängige Anforderungen wie ESG-Kriterien oder funktionale Vorgaben berücksichtigt.
Der Vorteil liegt in der hohen Flexibilität für die Vermieterseite: Die Flächen lassen sich je nach Nachfrage an mehrere Nutzer gleichzeitig vergeben oder vollständig von einem einzigen Mieter belegen.
Operative Logistik umfasst die täglichen Aktivitäten zur Steuerung und Abwicklung von Material- und Warenflüssen. Dazu gehören unter anderem Transportdisposition, Lagerverwaltung, Kommissionierung, Verpackung, Verladung sowie die Bestands- und Auftragsabwicklung. Ziel ist die Sicherstellung eines reibungslosen Ablaufs im Tagesgeschäft.
Stranded Assets sind Immobilien oder andere Vermögenswerte, die aufgrund regulatorischer, technologischer oder marktbezogener Veränderungen erheblich an Wert verlieren oder nicht mehr wirtschaftlich nutzbar sind. In der Logistik betrifft dies vor allem Bestandsimmobilien, die nicht an moderne Anforderungen angepasst werden können, etwa im Hinblick auf Energieeffizienz, Automatisierung oder ESG-Kriterien. Solche Objekte sind für Nutzer und Investoren zunehmend unattraktiv und können ihre Funktion als wettbewerbsfähige Logistikstandorte verlieren.
- Kundennähe: Wie schnell und einfach sind Zielkunden erreichbar?
- Verkehrsanbindung: Gibt es gute Straßen, Schienen- oder Luftwege für den Vertrieb?
- Infrastruktur: Gibt es geeignete Lager-, Vertriebs- oder Logistikzentren in der Nähe?
- Marktpotenzial: Wie groß ist die Nachfrage im Einzugsgebiet?
- Wettbewerbsdichte: Wie viele Konkurrenten sind bereits in der Region aktiv?
- Image des Standorts: Wie wird der Standort von Kunden wahrgenommen?
- UKD (Unterkante Decke / Unterkante Dachträger): Gibt die Höhe bis zur Unterkante der Dachkonstruktion an.
- UKR (Unterkante Rohr / Haustechnik): Relevant, wenn Installationen wie Lüftung, Sprinklerleitungen oder Leitungen die nutzbare Höhe reduzieren.
- Firsthöhe / Gesamthöhe: Höhe bis zum Dachfirst oder zur Gebäudekante, oft für baurechtliche Angaben oder Brandschutz relevant, aber nicht gleich nutzbare Hallenhöhe.
- Die Bruttoanfangsrendite stellt den Jahresrohertrag (in der Regel die Mieteinnahmen) ins Verhältnis zum Kaufpreis der Immobilie.
- Die Nettoanfangsrendite bezieht zusätzlich Betriebskosten, Bewirtschaftungskosten und nicht umlagefähige Aufwendungen ein und gibt damit ein realistischeres Bild der Rentabilität wieder.
- Kurierdienste übernehmen dabei meist besonders kurzfristige und direkte Zustellungen ohne Umladung.
- Expressdienste hingegen garantieren die Lieferung innerhalb eines genau definierten Zeitrahmens garantieren, häufig bereits am nächsten Tag.
- Paketdienste hingegen konzentrieren sich auf die standardisierte Beförderung kleinerer Sendungen in großen Mengen und mit flächendeckendem Zustellnetz.
- Die BGF umfasst alle Flächen einschließlich Konstruktions- und Funktionsflächen.
- Die NGF berücksichtigt nur die tatsächlich nutzbaren Flächen.
- Die gif-Methode (MF-G) differenziert nochmals zwischen nutzbaren, technischen und Verkehrsflächen und gilt in der gewerblichen Praxis als Standard, da sie eine transparente und vergleichbare Berechnung der Mietfläche ermöglicht.
Der Vorteil liegt in der hohen Flexibilität für die Vermieterseite: Die Flächen lassen sich je nach Nachfrage an mehrere Nutzer gleichzeitig vergeben oder vollständig von einem einzigen Mieter belegen.
- WGK 1: schwach wassergefährdend
- WGK 2: deutlich wassergefährdend
- WGK 3: stark wassergefährdend
