Was bedeutet Logistik?
Neubauprojekt
Ein Neubauprojekt im logistischen Kontext bezeichnet die operative Umsetzung eines zuvor entwickelten Bauvorhabens zur Errichtung einer Immobilie mit logistikbezogener Nutzung. Es umfasst die technische Planung, Ausschreibung, Bauausführung, Qualitätskontrolle und Übergabe an den Nutzer. Im Mittelpunkt steht die bauliche Realisierung gemäß funktionalen, zeitlichen und wirtschaftlichen Vorgaben. Während die Projektentwicklung strategische und konzeptionelle Grundlagen schafft, konzentriert sich das Neubauprojekt auf die konkrete Umsetzung dieser Vorgaben im Rahmen eines definierten Projektplans.
Eine Bestandsimmobilie ist ein bereits errichtetes Gebäude im aktiven Nutzungszustand. Sie unterscheidet sich von Neubauten durch Alter, Ausstattung und gegebenenfalls Modernisierungsbedarf, bietet aber oft eine etablierte Lage und Infrastruktur. Nachträgliche Investitionen können erforderlich sein, um aktuelle Standards, branchenspezifische Anforderungen oder ESG-Kriterien zu erfüllen, deren Konformität bei Neubauten meist einfacher gegeben ist.
Ein Brownfield bezeichnet ein bereits bebautes Grundstück, das für eine neue Nutzung oder Projektentwicklung wieder erschlossen wird. Im Immobilienkontext handelt es sich dabei häufig um Bestandsflächen ehemaliger Industrie- oder Gewerbenutzung, bei denen Altlasten im Boden oder in der Bausubstanz auftreten können. Vor einer Entwicklung müssen derartige Brachflächen daher auf kontaminationsbedingte Risiken geprüft und gegebenenfalls saniert werden, um Bau- und Nutzungsanforderungen zu erfüllen.
Ein Greenfield (grüne Wiese) bezeichnet ein Grundstück oder Gelände, das bislang unbebaut und nicht für gewerbliche oder industrielle Nutzung erschlossen ist. Es wird in der Projektentwicklung genutzt, um neue Gebäude, Produktions- oder Logistikanlagen zu errichten, ohne bestehende Strukturen berücksichtigen zu müssen. Im Gegensatz zu Brownfield-Projekten ermöglicht Greenfield-Entwicklung größtmögliche Planungsspielräume, erfordert aber Erschließungskosten, Baugenehmigungen und infrastrukturelle Maßnahmen.
Eine Konversionsfläche ist eine ehemals militärisch, industriell oder infrastrukturell genutzte Fläche, deren ursprüngliche Funktion aufgegeben wurde und die nun brachliegend bzw. ungenutzt ist. Durch bauliche oder funktionale Anpassung kann sie neu genutzt werden, etwa für Gewerbe, Industrie oder Logistik. In der Logistik entstehen auf Konversionsflächen häufig Lager-, Umschlags- oder Distributionsstandorte. Die Umwandlung solcher Flächen erfordert oft besondere Planungs- und Genehmigungsverfahren, Altlastenprüfung und infrastrukturelle Anpassungen.
Eine Multi-Tenant-Facility bezeichnet eine Gewerbe- oder Logistikimmobilie, die von mehreren, voneinander unabhängigen Mietern parallel genutzt werden kann. Solche Objekte werden im spekulativen Neubau häufig in einer standardisierten Bauweise realisiert, die sich von Entwickler zu Entwickler unterscheiden kann, aber gängige Anforderungen wie ESG-Kriterien oder funktionale Vorgaben berücksichtigt.
Der Vorteil liegt in der hohen Flexibilität für die Vermieterseite: Die Flächen lassen sich je nach Nachfrage an mehrere Nutzer gleichzeitig vergeben oder vollständig von einem einzigen Mieter belegen.
Nachnutzungskonzept bezeichnet die geplante Nutzung einer Immobilie oder eines Grundstücks nach Ablauf der ursprünglichen Nutzung oder nach der Fertigstellung eines Bauprojekts. In der Logistik wird es insbesondere für ehemalige Lager- oder Produktionsflächen erstellt, um sicherzustellen, dass Gebäude oder Flächen effizient weiterverwendet, umgebaut oder an neue Anforderungen der Lieferkette angepasst werden können.
Das Umlegungsverfahren ist ein behördliches Verfahren, bei dem Grundstücke neu geordnet, aufgeteilt oder zusammengelegt werden. Es wird genutzt, um Bau- und Erweiterungsprojekte für Logistikstandorte zu realisieren, indem die Flächen optimal zugeschnitten und an die Anforderungen der Lieferkette angepasst werden.
- Kundennähe: Wie schnell und einfach sind Zielkunden erreichbar?
- Verkehrsanbindung: Gibt es gute Straßen, Schienen- oder Luftwege für den Vertrieb?
- Infrastruktur: Gibt es geeignete Lager-, Vertriebs- oder Logistikzentren in der Nähe?
- Marktpotenzial: Wie groß ist die Nachfrage im Einzugsgebiet?
- Wettbewerbsdichte: Wie viele Konkurrenten sind bereits in der Region aktiv?
- Image des Standorts: Wie wird der Standort von Kunden wahrgenommen?
- UKD (Unterkante Decke / Unterkante Dachträger): Gibt die Höhe bis zur Unterkante der Dachkonstruktion an.
- UKR (Unterkante Rohr / Haustechnik): Relevant, wenn Installationen wie Lüftung, Sprinklerleitungen oder Leitungen die nutzbare Höhe reduzieren.
- Firsthöhe / Gesamthöhe: Höhe bis zum Dachfirst oder zur Gebäudekante, oft für baurechtliche Angaben oder Brandschutz relevant, aber nicht gleich nutzbare Hallenhöhe.
- Die Bruttoanfangsrendite stellt den Jahresrohertrag (in der Regel die Mieteinnahmen) ins Verhältnis zum Kaufpreis der Immobilie.
- Die Nettoanfangsrendite bezieht zusätzlich Betriebskosten, Bewirtschaftungskosten und nicht umlagefähige Aufwendungen ein und gibt damit ein realistischeres Bild der Rentabilität wieder.
- Kurierdienste übernehmen dabei meist besonders kurzfristige und direkte Zustellungen ohne Umladung.
- Expressdienste hingegen garantieren die Lieferung innerhalb eines genau definierten Zeitrahmens garantieren, häufig bereits am nächsten Tag.
- Paketdienste hingegen konzentrieren sich auf die standardisierte Beförderung kleinerer Sendungen in großen Mengen und mit flächendeckendem Zustellnetz.
- Die BGF umfasst alle Flächen einschließlich Konstruktions- und Funktionsflächen.
- Die NGF berücksichtigt nur die tatsächlich nutzbaren Flächen.
- Die gif-Methode (MF-G) differenziert nochmals zwischen nutzbaren, technischen und Verkehrsflächen und gilt in der gewerblichen Praxis als Standard, da sie eine transparente und vergleichbare Berechnung der Mietfläche ermöglicht.
Der Vorteil liegt in der hohen Flexibilität für die Vermieterseite: Die Flächen lassen sich je nach Nachfrage an mehrere Nutzer gleichzeitig vergeben oder vollständig von einem einzigen Mieter belegen.
- WGK 1: schwach wassergefährdend
- WGK 2: deutlich wassergefährdend
- WGK 3: stark wassergefährdend
