Was bedeutet Logistik?
Kommissionierung
Kommissionierung bezeichnet den Prozess des Zusammenstellens von Waren und Materialien gemäß einem Kundenauftrag oder einer internen Anforderung. Dabei werden einzelne Artikel aus dem Lager entnommen und zu einer auftragsgerechten Einheit zusammengestellt. Ziel der Kommissionierung ist es, die benötigten Produkte in der richtigen Menge, Qualität und zum richtigen Zeitpunkt bereitzustellen.
Ein Batterielager ist eine Logistikimmobilie oder ein Lagerbereich, der speziell für die Aufbewahrung von Batterien oder Akkumulatoren ausgelegt ist. Aufgrund der Brand-, Explosions- und chemischen Gefahren unterliegt es strengen Sicherheitsanforderungen, darunter temperaturkontrollierte Lagerung, Lüftungssysteme, Rauch- und Gasdetektion, feuerfeste Abtrennungen von Hallensegmenten sowie geeignete Löschanlagen. Batterielager dienen der stationären Lagerung, Kommissionierung und Vorbereitung für den Transport und können je nach Auslegung einzelne Hallenbereiche oder die gesamte Immobilie umfassen.
Ein Distributionslager ist ein Lager, das der effizienten Abwicklung der Warenverteilung innerhalb der Distributionslogistik dient. Es sammelt, konsolidiert und leitet Produkte vom Lieferanten oder Hersteller an Filialen, Kunden oder weitere Lager weiter. Typische Merkmale sind hohe Umschlagsgeschwindigkeit, flexible Kommissionierung und kurze Durchlaufzeiten, um die Lieferketteneffizienz sicherzustellen.
Distributionslogistik bezeichnet die logistische Dimension der gesamten Distribution und umfasst die planvolle Steuerung und Abwicklung der Warenverteilung vom Lager oder Hersteller zum Endkunden. Sie beinhaltet Transport, Lagerung, Kommissionierung und Auslieferung, um Produkte zeitgerecht, vollständig und in der richtigen Qualität bereitzustellen. Synonym wird im Fachjargon häufig auch Vertriebslogistik verwendet, wobei dieser Begriff stärker den kundenorientierten Fokus betont.
Ein Distributionszentrum (Distribution Center, DC) ist eine spezialisierte Form eines Distributionslagers. Während der Begriff Distributionslager allgemein die Funktion der Abwicklung und Steuerung der Warenverteilung beschreibt, hebt ein Distributionszentrum typischerweise größere, zentralisierte Lagerstrukturen hervor, die hohe Umschlagsmengen, Konsolidierung von Warenströmen und oft zusätzliche Dienstleistungen wie Kommissionierung oder Verpackung bieten.
E-Logistics bezeichnet die Steuerung und Optimierung logistischer Prozesse durch den Einsatz digitaler Technologien und internetbasierter Systeme. Der Begriff wird häufig im Zusammenhang mit dem E-Commerce verwendet, wo er insbesondere Lagerhaltung, Kommissionierung, Versand und Retourenmanagement umfasst. In der Fachpraxis werden jedoch oftmals die Begriffe E-Commerce-Logistik oder Digitale Logistik verwendet, da diese die jeweiligen Anwendungsbereiche präziser beschreiben.
Fulfillment bezeichnet den Prozess der vollständigen Auftragsabwicklung vom Eingang einer Bestellung bis zur Lieferung an den Kunden. Dazu gehören u. a. Lagerhaltung, Kommissionierung, Verpackung, Versand und Retourenmanagement. Im Bereich E-Commerce und Logistikimmobilien ist Fulfillment ein zentraler Bestandteil der Supply Chain, da es die termingerechte und effiziente Erfüllung von Kundenaufträgen sicherstellt.
Fulfillment-Center sind Logistikimmobilien oder Lagerhallen, die speziell für die vollständige Auftragsabwicklung (Fulfillment) von Kundenbestellungen ausgelegt sind. Sie bündeln Prozesse wie Wareneingang, Lagerung, Kommissionierung, Verpackung, Versand und Retourenmanagement. Fulfillment-Center sind zentrale Bestandteile der E-Commerce- und Handelslogistik, da sie eine schnelle, effiziente und fehlerfreie Erfüllung von Kundenaufträgen ermöglichen.
Intralogistik bezeichnet die Planung, Steuerung und Durchführung sämtlicher Material- und Informationsflüsse innerhalb eines Unternehmensstandorts mit dem Ziel, einen effizienten und reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Dazu gehören insbesondere Transport, Umschlag, Lagerung, Kommissionierung sowie der Einsatz von Automatisierung und IT-Systemen, die diese Prozesse steuern.
Lagerhaltung bezeichnet die planmäßige Aufbewahrung von Waren, Rohstoffen oder Halbfertigprodukten in Lagern oder Logistikzentren über einen bestimmten Zeitraum. Sie dient der Sicherstellung der Versorgung von Produktionsprozessen, der Bedarfsdeckung für Kundenaufträge sowie der Pufferung von Beständen, um Schwankungen in Nachfrage und Lieferzeiten auszugleichen. Die Lagerhaltung umfasst Maßnahmen zur effizienten Einlagerung, Lagerorganisation, Kommissionierung und Entnahme von Gütern.
Logistikdienstleister sind Unternehmen, die spezialisierte Dienstleistungen entlang der Lieferkette für andere Unternehmen erbringen. Dazu zählen unter anderem Transport, Lagerung, Kommissionierung, Verpackung, Distribution und gegebenenfalls Mehrwertdienste wie Qualitätskontrollen oder Retourenmanagement.
Logistikimmobilie sind Gebäude oder Einrichtungen, die für Lagerung, Umschlag, Kommissionierung oder Distribution von Waren ausgelegt sind. Dazu zählen Lagerhallen, Distributionszentren, Umschlagsflächen oder Produktionslogistikstandorte. Solche Immobilien sind speziell auf die Anforderungen der Lieferkette abgestimmt, etwa hinsichtlich Tragfähigkeit, Lagertechnik, Zufahrtsmöglichkeiten und Energieversorgung, um einen effizienten Material- und Warenfluss zu ermöglichen.
Die Materialflusssimulation bezeichnet den computergestützten Nachbau und die Analyse von Material- und Warenströmen innerhalb logistischer Systeme. Sie wird eingesetzt, um Prozesse wie Transport, Lagerung, Kommissionierung oder Fertigungsabläufe zu modellieren, Engpässe zu identifizieren und Abläufe zu optimieren. Grundlage sind digitale Modelle, die Abläufe realitätsnah abbilden und verschiedene Szenarien vergleichbar machen.
Operative Logistik umfasst die täglichen Aktivitäten zur Steuerung und Abwicklung von Material- und Warenflüssen. Dazu gehören unter anderem Transportdisposition, Lagerverwaltung, Kommissionierung, Verpackung, Verladung sowie die Bestands- und Auftragsabwicklung. Ziel ist die Sicherstellung eines reibungslosen Ablaufs im Tagesgeschäft.
Pick-by-Light ist ein Kommissioniersystem, bei dem Entnahmefächer oder Lagerplätze mit Leuchtsignalen ausgestattet sind. Sobald ein Auftrag ausgelöst wird, zeigen Lichtanzeigen den Mitarbeitern den genauen Lagerort und die Entnahmemenge an. Dadurch wird der Greifprozess beschleunigt, Fehlerquoten werden reduziert und die Prozesssicherheit in der Kommissionierung erhöht. Pick-by-Light wird häufig in Distributionszentren und Logistikimmobilien mit hohem Umschlagvolumen eingesetzt.
Eine Spedition ist ein Unternehmen, das Transportdienstleistungen für Güter organisiert, koordiniert und abwickelt. Sie übernimmt dabei die Planung, Durchführung und Überwachung des Transports über Straße, Schiene, Luft oder See, ohne notwendigerweise selbst die Transportmittel zu betreiben. Zu den typischen Aufgaben zählen Frachtvermittlung, Transportdokumentation, Lagerung, Verpackung, Verzollung sowie die Koordination von logistischen Zusatzleistungen wie Kommissionierung oder Distribution. Speditionen agieren häufig als Schnittstelle zwischen Versender, Empfänger und Transportdienstleister und sind damit zentrale Akteure in nationalen und internationalen Lieferketten.
Die Taktzeit bezeichnet den zeitlichen Abstand, in dem eine Produktionseinheit oder ein Prozessschritt innerhalb einer Fertigungs- oder Logistikkette abgeschlossen wird. Sie dient der Synchronisation von Arbeitsabläufen, Transport- und Kommissionierungsprozessen sowie der Steuerung von Durchlaufzeiten und Ressourcenauslastung.
Ein Warehouse Management System (WMS) ist eine Softwarelösung zur Steuerung und Optimierung von Lagerprozessen. Es unterstützt die Verwaltung von Beständen, Ein- und Auslagerungen sowie die Kommissionierung, um Effizienz, Genauigkeit und Transparenz in der Logistik zu erhöhen.
- Kundennähe: Wie schnell und einfach sind Zielkunden erreichbar?
- Verkehrsanbindung: Gibt es gute Straßen, Schienen- oder Luftwege für den Vertrieb?
- Infrastruktur: Gibt es geeignete Lager-, Vertriebs- oder Logistikzentren in der Nähe?
- Marktpotenzial: Wie groß ist die Nachfrage im Einzugsgebiet?
- Wettbewerbsdichte: Wie viele Konkurrenten sind bereits in der Region aktiv?
- Image des Standorts: Wie wird der Standort von Kunden wahrgenommen?
- UKD (Unterkante Decke / Unterkante Dachträger): Gibt die Höhe bis zur Unterkante der Dachkonstruktion an.
- UKR (Unterkante Rohr / Haustechnik): Relevant, wenn Installationen wie Lüftung, Sprinklerleitungen oder Leitungen die nutzbare Höhe reduzieren.
- Firsthöhe / Gesamthöhe: Höhe bis zum Dachfirst oder zur Gebäudekante, oft für baurechtliche Angaben oder Brandschutz relevant, aber nicht gleich nutzbare Hallenhöhe.
- Die Bruttoanfangsrendite stellt den Jahresrohertrag (in der Regel die Mieteinnahmen) ins Verhältnis zum Kaufpreis der Immobilie.
- Die Nettoanfangsrendite bezieht zusätzlich Betriebskosten, Bewirtschaftungskosten und nicht umlagefähige Aufwendungen ein und gibt damit ein realistischeres Bild der Rentabilität wieder.
- Kurierdienste übernehmen dabei meist besonders kurzfristige und direkte Zustellungen ohne Umladung.
- Expressdienste hingegen garantieren die Lieferung innerhalb eines genau definierten Zeitrahmens garantieren, häufig bereits am nächsten Tag.
- Paketdienste hingegen konzentrieren sich auf die standardisierte Beförderung kleinerer Sendungen in großen Mengen und mit flächendeckendem Zustellnetz.
- Die BGF umfasst alle Flächen einschließlich Konstruktions- und Funktionsflächen.
- Die NGF berücksichtigt nur die tatsächlich nutzbaren Flächen.
- Die gif-Methode (MF-G) differenziert nochmals zwischen nutzbaren, technischen und Verkehrsflächen und gilt in der gewerblichen Praxis als Standard, da sie eine transparente und vergleichbare Berechnung der Mietfläche ermöglicht.
Der Vorteil liegt in der hohen Flexibilität für die Vermieterseite: Die Flächen lassen sich je nach Nachfrage an mehrere Nutzer gleichzeitig vergeben oder vollständig von einem einzigen Mieter belegen.
- WGK 1: schwach wassergefährdend
- WGK 2: deutlich wassergefährdend
- WGK 3: stark wassergefährdend
